Pflanzenkläranlagen (PKA) gehören zu den naturnahen Abwasserreinigungssystemen. Seit mehreren Jahrzehnten werden sie weltweit zur Abwasserreinigung eingesetzt.
Durch hohe Leistungsfähigkeit, den geringen Arbeitsaufwand und die relativ geringen Investitionskosten ist der Einsatz von Pflanzenkläranlagen keine Seltenheit mehr. Die Spanne der Einsatzgebiete ist sehr groß, sie reicht von kleinen Hausanlagen über industrielle und landwirtschaftliche Abwasserreinigung bis hin zur Reinigung von Deponieabwässern.

Es wurden unterschiedlichste Systemvarianten entwickelt, die den verschiedensten Ansprüchen Rechnung tragen können. Jede Anlage kann, je nach Standort, auf die jeweiligen Nutzungsansprüche abgestimmt und im Sinne des Wasser- und Stoffrückhaltes optimal geplant werden. Dadurch sind Pflanzenkläranlagen bestens geeignet, um Abwässer ortsnah zu reinigen, Inhaltsstoffe zurück zu gewinnen und diese für weitere Verwendungsmöglichkeiten nutzbar zu machen.

Ob Beratung, Planung zum Selbstbau oder komplette Bauausführung, gern erarbeiten wir mit Ihnen die ideale Lösung.


Genehmigung


Wenn eine Kleinkläranlage gebaut werden muss, so benötigen Sie eine wasserrechtliche Erlaubnis (§7a Wasserhaushaltsgesetz (WHG)) zur Einleitung des gereinigten Schmutzwassers. Dabei macht es keinen Unterschied ob Sie das Wasser in einen Vorfluter einleiten oder in das Grundwasser versickern. Den Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis stellen Sie bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes.

Die von uns eingesetzten Pflanzenkläranlagen verfügen über eine Bauaufsichtliche Zulassung, die sogennante „Z-Nummer“. PKA`s mit einer solchen „Z-Nummer“ werden in der Regel problemlos genehmigt. Ohne diese Zulassung wäre ein Einzelgenehmigungsverfahren notwendig, was zweifellos langwieriger ist. Erfolgt die Ableitung des gereinigten Abwassers in einen bestehenden Kanal (Rechtsträger Abwasserzweckverband), so müssen Sie lediglich einen Antrag auf Bau und Betrieb einer Grundstücksentwässerungsanlage stellen. Dieser Antrag kann formlos erfolgen.

Im Zuge des Genehmigungsverfahrens, wird außerdem die Befreiung des Antragstellers von der Abwasserüberlassungspflicht geprüft.
Für die Beantragung der wasserrechtlichen Erlaubnis müssen folgende Unterlagen vorgelegt werden:

  • die Zulassungsnummer der Kläranlage („Z-Nummer“)
  • das entsprechende ausgefüllte Formular
  • Übersichtsplan M 1 : 25.000 mit der eingezeichneten Kläranlage und der Ableitung des gereinigten Abwassers
  • ein Lageplan 1 : 500 mit der eingezeichneten Kläranlage und der Ableitung des gereinigten Abwassers, (amtliche Flurkarte)
  • genaue technische KKA-Beschreibung
  • Zeichnungen und Berechnungen der Kläranlage
  • bei Versickerung/Einleitung in das Grundwasser: ein Versickerungsgutachten

Sollten Sie sich für den Bau einer Pflanzenkläranlagen PKA ELSA von Landschaftswerk Dresden entscheiden, erhalten Sie mit Ihrem Angebot die notwendigen Unterlagen als Anlage zum Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis. Natürlich übernehmen wir das Genehmigungsverfahren auch gern für Sie!


Dichtheitsprüfung


Lassen Sie Ihre Anlage und abflusslosen Sammelgruben auf Dichtheit bei uns prüfen. Wir führen Dichtheitsprüfungen gemäß DIN 1986-30 Vorgaben durch.

Durch eine regelmäßige Dichtheitsprüfung können mögliche Schäden schon frühzeitig erkannt und schnell behoben werden.

Eine Dichtheitsprüfung dient der Feststellung der Dichtheit von Abwassersystemen, um eine Verunreinigung von Erdreich und Grundwasser durch austretendes Schmutzwasser zu verhindern und unsere Umwelt zu schützen.