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Pflanzenkläranlage ELSA

Landschaftswerk Dresden setzt beim Pflanzenkläranlagenbau das System  PKA ELSA ein. Dieses Pflanzenklärsystem ist ein naturnahes, kostengünstiges und betriebssicheres Sytem zur ökologischen Abwasserreinigung.


Einsatzgebiet

In Deutschland konzentriert sich der Einsatz von Pflanzenkläranlagen zur vollbiologischen Abwasserbehandlung  eher auf den ländlichen Raum. Besonders einzelne Grundstücke oder Ortschaften, welche sich nur unter hohen ökonomischen Aufwendungen an das öffentliche Kanalnetz anschliessen lassen, profitieren vom Einsatz einer Pflanzenkläranlage.

Dabei eignen sich Pflazenkläranlagen vor allem zur Reinigung von:

  • Häuslichen und kommunalen Abwasser
  • Gewerblichen Produktionsabwässern
  • Verschmutztem Oberflächenwasser

Bei fachgerechter Installation kann Abwasser, welches in Pflanzenkläranlagen gefiltert wird, sogar Badewasserqualität erreichen.


Funktionsweise

Die Funktionsweise einer Pflanzenkläranlage ist dabei gänzlich einfach und basiert im Grunde auf einem einfachen, aber effektiven Prinzip.

In ein mit Folie ausgelegtem und abgedichtetem Becken (2) kommen gewaschene Kiessorten und Sande verschiedener Körnung. Diese Schicht wiederum wird mit geeigneten Pflanzen wie beispielsweise Schilf, Schwertlilien und Binsen bepflanzt, je nach Wunsch und Standortbedingung. Schließlich wird das mechanisch vorbehandelte Abwasser ( sog. Mehrkammergrube 1) in das Becken geleitet .

Die Wurzeln der Pflanzen belüften den Bodenfilter und bilden den optimalen Lebensraum für wichtige Bakterien, die das Abwasser säubern. Kohlenstoffverbindungen und Stickstoff werden adgebaut und Phosphat gebunden. Das gereinigte Abwasser wird schließlich in ein Gewässer eingeleitet (3), versickert oder kann zur Bewässerung genutz werden.

 


Fragen und Antworten zur Pflanzenkläranlage PKA ELSA:

Warum braucht die Pflanzenkläranlage ELSA PKA keine Pumpe?
Die ELSA PKA ist mit einem leistungsfähigen Beschickungssystem ausgestattet und benötigt dadurch keinen Strom. Das Gefälle muss allerdings 40 cm betragen (Wsp. Mehrkammergrube – Standort PKA). Sollte ihr Grundstück kein Gefälle haben, wird lediglich eine Pumpe zum Heben des Abwassers eingesetzt. (Quelle: Aqua Nostra)
Werde ich eine Geruchsbelästigung durch die Pflanzenkläranlage haben?

Für die PKA ELSA werden zwei verschiedene Verteilersysteme angeboten: die Vorzugsvariante wird auf den Filter aufgelegt und das Wasser wird hier oberflächennah aufgebracht.

Bei dieser Variante kann es während der Beschickung (2-3mal pro Tag für 30 Sekunden!) in den ersten zwei Jahren zu einer geringen Geruchsentwicklung kommen. Nach dieser Zeit ist Ihre Pflanzenkläranlage dicht mit Schilf bewachsen, so dass eine Geruchsemission sehr unwahrscheinlich ist.

Die andere Variante des Verteilersystems ist in die oberste Kiesschicht integriert. Bei diesem System ist ein Geruchsaustritt ausgeschlossen. (Quelle: Aqua Nostra)

Wie oft muß eine Pflanzenkläranlage gewartet werden?
Die Pflanzenkläranlage ELSA ist so konstruiert, dass Sie mit nur einer Wartung pro Jahr auskommen. Dennoch sollten Sie gerade in der Anwuchsphase des Schilfes (die ersten zwei Jahre) das Beet pflegen und ggf. von Unkraut befreien. Ein Kontrollgang im 4 Wochenrhytmus wird empfohlen.
Bei der Vorklärung -meist wird eine Mehrkammergrube nach DIN 4261 eingesetzt- ist darauf zu achten, dass diese bei einem Schlammstand von 50% entleert werden. Das passiert ungefähr aller drei bis sechs Jahre. (Quelle: Aqua Nostra)
Muss der Filter irgendwann ausgetauscht werden?
Der Filter der Anlage muss nur ausgetauscht werden, wenn die Anlage überlastet wird und die Substrate mit Bakterien zuwachsen. Diese Gefahr besteht, wenn beispielsweise die Anlage falsch dimensioniert wurde. Von uns eingebaute Anlagen, sind so berechnet, dass sich Schmutzeintrag und Schmutzabbau die Waage halten. Bei einem Betrieb laut Betriebsanleitung ist eine Betriebsdauer von mind.15 Jahren sicher gegeben.

Bei älteren Anlagen (älter 7 Jahre) ist zu beobachten, dass sich ein neuer Filter in und auf der obersten Kiesschicht bildet. Dieser fast schon humose Boden wird der neue Filterbereich sein. Der Sand, der ehemals den Filter dargestellt hat, spielt dann keine wesentliche Rolle mehr. (Quelle: Aqua Nostra)

Wie oft muss der Vorfilter gereinigt werden?
Der AFS-Filter dient nur als „Polizei-Filter“. Kommt es zu keiner Überlastung der Mehrkammergrube, ist der Filter einmal pro Jahr zu reinigen. Dafür müssen Sie ihn einfach mit einem Wasserschlauch abspritzen. (Quelle: Aqua Nostra)
Müssen wir mit einer Mückenplage wegen der Anlage rechnen?
Die Larven der Mücken leben in stehenden Gewässern. Eine PKA ist jedoch kein Teich, sondern sie ist mit verschiedenen Sanden gefüllt und wird durchströmt. Das heißt im Schilfbeet steht keinerlei Wasser.
Jede Regentonne ist dagegen ein besserer Unterschlupf für Mückenlarven.(Quelle: Aqua Nostra)
Können handelsübliche Haushaltsreiniger weiter benutzt werden?
Generell gilt: „Die Dosis macht das Gift“. Alle antibakteriell wirkenden Chemikalien (z. B. Chlor) hemmen natürlich den Abbauprozess in Kläranlagen. Bitte benutzten Sie „Gifte“ nur entsprechend der Bedienungsanleitung. Alles was als Sondermüll deklariert ist, sollte natürlich nicht in die Kläranlage gelangen (Lösungsmittel, Farbreste, Abbeizer etc.) Am besten „biologisch abbaubare Reinigungsmittel“ verwenden. Geruchsteine müssen aus den Toiletten entfernt werden (das gilt für alle Kleinkläranlagen-Typen)(Quelle: Aqua Nostra)